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Groß Lindow

Am Friedrich-Wilhelm-Kanal

Geplante temporäre Teilverfüllung der Schleusen Weißenspring, Groß Lindow und der Schleuse in Brieskow-Finkenheerd

In den Jahren 1662-1668 wurde der legendäre Friedrich-Wilhelm-Kanal auf Anforderung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm gebaut. Er wurde für einen starken Warenhandel benutzt und brachte wirtschaftlichen Aufschwung in unsere Region. Bei der Einweihung hieß der Kanal zunächst „Neuer Graben „ dann „Müllroser Kanal“ und später zu Ehren des Kurfürsten „Friedrich-Wilhelm- Kanal“ (Brieskower-Kanal).
Es ist somit einer der ältesten Kanäle Europas.
Bis 1945 wurde er gewartet und gepflegt. Durch den Krieg sind etliche Schleusen in Mitleidenschaft gezogen worden.
In den 60er Jahren wurden das Bett des Kanals erneuet vom Schlamm befreit.
Erst nach der Wende war es den Gemeinden möglich, über den Landkreis den Antrag auf Widerschiffbarmachung des Kanals zu stellen. Es sind mehrere Machbarkeitsstudien erarbeitet worden, um die touristische Entwicklung in unserer Region voran zu treiben. Vom Verkehrsministerium ist einer ablehnende Entscheidung zur Widerschiffbarmachung getroffen worden.
Die Gemeindevertretungen möchte die touristische Entwicklung in Groß Lindow und Brieskow-Finkenheerd maßgeblich unterstützt. In Groß Lindow wurde ein Treidelkahn, der ca. 50 Personen Platz bietet, angeschafft. Er bietet den Gästen ein Naturerlebnis der anderen Art. Dieser wird von den umliegenden
Städten und Gemeinden wie zum Beispiel Berlin, Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt u.V.a. positiv angenommen.
Gleichzeitig wurde entlang des Kanals ein Treidelpfad gebaut. Hier ist das historische Ziehen durch Menschenkraft (Treideln) des Treidelkahnes möglich.
Außerdem gibt es entlang des Kanals den europäischen Rad-und Wanderweg. Dieser stark frequentierte Weg verbindet das Schlaubetal mit der Oder.
Der Anglerverein „Linde 35“e.V. Groß Lindow, der vor 70 Jahren gegründet wurde, engagiert sich stark für die Hege und Pflege des Fischbestandes sowie der Erhaltung des Kanals. In regelmäßigen Abständen werden Volksangeltage durchgeführt, die über den deutschen Anglerverband publik gemacht werden und somit Angler aus der ganzen Bundesrepublik teilnehmen .
Der Friedrich-Wilhelm-Kanal e.V. und Heimatverein Brieskow-Finkenheerd, haben sich seit Ihrer Gründung immer wieder für die touristische Nutung des Kanals maßgeblich eingesetzt.
Am 11.08.2005 wurde uns durch einen Mitarbeiter des Landesumweltamtes auf der Gemeindevertretersitzung Brieskow-Finkenheerd mitgeteilt, dass eine temporäre Teilverfüllung von den o.g. Schleusen zur Sicherung selbiger unumgänglich wäre.
1993/1994 wurden bereits Notverschlüsse vorgenommen.
Der heutige Zustand der Schleusen deklariert die Bauzustandsstufe 5. (schlechteste Stufe). Es wurden uns mitgeteilt, dass das Landesumweltamt eine Stauhaltung sichern muss, aufgrund ihrer Verkehrssicherungspflicht. Sonst drohen die Schleusen zu brechen. Nach dem Brandenburgischen Wassergesetz ist der Kanal eine Gewässer der 1. Ordnung und nicht schiffbar.
Bereits 2003 waren die baulichen Anlagen so defekt, dass Gefahren in Verzug bestand, aber bis heut keinerlei Sanierungsmaßnahmen stattfinden. Schließlich hätte das Landesumweltamt eine Pflicht zum Handeln. Es wurden mit einem Ingenieurbüro mehrere Varianten durchspielt. Die kostengünstigste sei wohl die so genannte temporäre Teilverfüllung- für beide Schleusen 295,000 Euro.
Die Mitarbeiter des Landesumweltamtes konnte keine präzisen Aussagen über die Haltbarkeit dieser Maßnahmen treffen.
Wir als Gemeinde wehren uns gegen diese Art der Schleusensicherung. Wir sehen damit den Erhalt unseres wunderschönen Kanals bedroht. Wir werden mit allen Mitteln gegen diesen Schritt kämpfen. Da unser Kanal unter Denkmalschutz steht, verlangen wir eine schrittweise Reparatur der sieben Schleusen, um dieses Gewässer auch weiterhin in allen seinen Facetten nutzen zu können.

Versammlung am 02.08.2005, Thema:
Die Schleusen und ihre bevorstehenden Sanierungen.

Versammlung am 02.08.2005
Meinungen und Vorschläge sind gefragt.

Sitzung der Gemeindevertreter aus Brieskow-Finkenheerd und Groß Lindow
am 08.09.2005

Fahrradkorso für den Erhalt der Schleusen
am 11.09.2005

Die Schleuse in Weißenspring ist
von dieser Sanierung auch betroffen.
am 11.09.2005

Blick auf den Friedrich-Wilhelm-Kanal
am 11.09.2005

Vergebliches warten auf den Wirtschaftsminister
am 15.09.2005 trotz Zusage








Am 07.10.2006 um 09:00 Uhr kam der Wirtschaftsminister vom Land Brandenburg Herr Junghans um sich einen Überblick über den Zustand und Maßnahmen zur Erhaltung der betroffenen Schleusen zu machen.
Mit der Treidelfähre wurde zur Schleuse Weißenspring gefahren, so das die Schleuse in ihrem jetzigen Zustand besichtigt werden konnte.

Die Ehrenamtliche Bürgermeisterin von Groß Lindow Frau Werner sowie der Amtsdirektor Herr Pachtner unterrichteten alle Beteiligten über den momentanen Stand der Schritte die eingeleitet wurden, um die Schleusen nicht weiter dem Verfall Preis zu geben.

Der Wasserstand wurde über einen Meter abgesenkt um den Wasserdruck auf die Schleusen zu verringern, was aber nur eine kurzfristige Lösung sein kann so Frau Werner.

Die Argumente und Ausführungen wurden vom Herrn Junghans genau angehört und er wolle einen seiner Mitarbeiter in seinem Ministerium mit dieser Aufgabe weiter beauftragen um ein akzeptable Lösung für beide Seiten zu finden.

Herr Junghans kennt den Friedrich-Wilhelm-Kanal von einigen privaten Radtouren die er von Zeit zur Zeit gemacht hat.

Zum Abschluss trug Herr Junghans sich noch in das Gästebuch der Treidelfähre ein.



Die Groß Lindower hoffen sehr das es nun schnell und für alle Beteiligten zu einer Lösung kommt.

Wirtschaftsminister Junghans in Groß Lindow
am 07.10.2005


Die Schleuse Weißenspring wurde besichtigt,
am 07.10.2005


Wirtschaftsminister Junghans in Groß Lindow
am 07.10.2005

Teilverfüllung der Schleusen.

Die Firma Tretiag aus Brieskow-Finkenheerd wurde vom Landesumweltamt mit der temporären Teilverfüllung der Schleusen Finkenheerd und Weißenspring beauftragt. Die Gemeindevertretung Groß Lindow fasste den Beschluss, sich an den Mehrkosten für eine Spundwand statt der temporären Teilverfüllung zu beteiligen und das Interesse am Kauf des Friedrich-Wilhelm-Kanals zu bekunden. Eine Interessengemeinschaft in Groß Lindow hat bereits einen Antrag auf den Erwerb beim Landesumweltamt gestellt.

Die Arbeiten zur Teilverfüllung haben auf Anweisung des Präsidenten des Landesumweltamtes, Prof. Dr. Freude, eine Woche geruht. Denn laut dem Sprecher der Interessengemeinschaft, Notar Thomas Woinar, wusste der Präsident nichts von den Querelen zwischen dem Referat RO 6 Gewässerunterhaltung und Hochwasserschutz der Regionalabteilung Ost des Landesumweltamtes in Frankfurt, dem Amt Brieskow-Finkenheerd und der Gemeinde Groß Lindow in Sachen Rechtsstreit, Kostenbeteiligung der Gemeinde beim Errichten einer Spundwand und dem Kaufinteresse am Kanal. Nachdem er sich kundig gemacht hat, erteilte er am Montag Abteilungsleiter Helmut Geißler in Frankfurt den Auftrag, das Vorhaben weiter zu führen.

Wie Geißler betonte, sei das Amt durchaus nicht abgeneigt, den Kanal zu verkaufen, wenn die Bedingungen stimmen. Bei den Schleusen sei man aber unabhängig davon in der Verkehrssicherungspflicht. "Wir haben alle gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen, um das Vorhaben durchzuführen. Die Teilverfüllung ist zum einen nur halb so teuer wie eine Spundwand, und zum anderen lässt sie doch das Projekt der Groß Lindower nicht sterben", so der Abteilungsleiter.

Für Ralf Theuer, Bürgermeister in Brieskow-Finkenheerd, kommt der Kauf des Kaiser-Wilhelm-Kanals nicht in Frage. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimme nicht. "Wir haben in der Gemeindevertretung beschlossen, uns nicht am Kauf zu beteiligen", sagte er. Auch dem Amtsdirektor von Brieskow-Finkenheerd, Georg Pachtner, wäre es ganz lieb, wenn Groß Lindow das Gewässer allein erwerben würde. "Auch wenn man den Kanal für einen symbolischen Euro erhält, kommen auf die Gemeinde ja reichlich Kosten zu."

Doch davon wollen sich die Groß Lindower nicht abhalten lassen, wie Bürgermeisterin Waltraud Werner beteuerte. Die Frage sei nur, so Woinar, ob die Gemeinde kauft, die Interessengemeinschaft oder ein noch zu bildender Zweckverband. "Groß Lindow will die Schleusen sanieren. Fördermittel könnten beantragt werden", sagte der Notar. Nun wartet er, wie über den Erwerb beim Landesumweltamt entschieden wird.

(Auszug von der MOZ)

Zusätzlicher Schutzwall
Schleuse Brieskow Finkenheerd
am 28.09.2006


Spundwand Schleuse Brieskow Finkenheerd
am 28.09.2006

Schleusentore Brieskow Finkenheerd
am 28.09.2006

Umflutkanal Schleuse Brieskow Finkenheerd
am 28.09.2006

Schleusenbecken Brieskow Finkenheerd
am 28.09.2006

Schleusenbecken Brieskow Finkenheerd
am 06.10.2006

zusätzlicher Schutzwall
Schleuse Weißenspring
am 06.10.2006

Zusätzlicher Schutzwall
Schleuse Weißenspring
am 06.10.2006

Schleusenbecken Weißenspring
am 06.10.2006

Schleusenbecken Weißenspring
wird Wasser abgepumpt